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Akuter Herzinfarkt - Fallbeispiel

Die passenden Pflegeplanung: Pflegeplanung akuter Herzinfarkt

Situationsbericht Hr. Sonnenschein

Herr Sonnenschein ist 80 Jahre alt. Er ist verwitwet und lebt alleine in einem Vorort von Bielefeld. Aus der Ehe hat er einen Sohn der in Bielefeld wohnt. Über seine Finanzen muss er sich keine Probleme machen, da er als Soldat im bei der Bundeswehr war und gut für sein alter vorgesorgt hat.

Herr Sonnenschein diente sein ganzes Leben bei der Bundeswehr und sah in des Auslandseinsätzen viel schreck und übel. Er ist froh, dass er nun nicht mehr früh aufstehen muss und liegt lange im Bett. Tagsüber sieht er gern Fern und liest Bücher. Gelegentlich kommen seine alten Kameraden zu ihm, um gemeinsam über die alte Zeit zu reden und ein Bier zu trinken. Er geht überwiegend zum Einkaufen oder Rauchen aus dem Haus, sonst verbringt Herr Sonnenschein die Zeit zuhause.

Herr Sonnenschein weiß, dass er mit dem Rauchen aufhören muss. Der Hausarzt hat ihr mehrmals hingewiesen, dass das Rauchen und seine manifestierte Hypertonie eine große Schädigung an den Gefäßen verursacht und damit die Gefahr für eine Gefäßerkrankung steigt. Doch Herr Sonnenschein sagt immer, dass er ja schließlich denn 2. Weltkrieg überlebt hat und ihn nichts Angst machen kann. Dabei verdrängt er, dass sein Vater an einem Herzinfarkt gestorben ist.

In den letzten Tagen verspürt Herr Sonnenschein eine zunehmende Atemnot. Doch er denkt nicht daran zum Arzt zu gehen. Er meint, dass dies eine Folge des Alters sei und man damit Schließlich leben müsste. An diesem Abend war das Treffen mit seinen Kameraden bei ihm zuhause. Mitten im Gespräch ging Herr Sonnenschein in die Knie und griff mit der rechten Hand an seine linke Brust. Er rief um Hilfe und seine Kameraden bestellten einen Krankenwagen der ihn in die Herzklinik in Bielefeld brachte.

Bei der Aufnahme wurde ein Ruhe-EKG durchgerührt, welches den verdacht auf die Diagnose: akuter Herzinfarkt bestätigte. Herr Sonnenschein wurde auf die Intensivstation eingewiesen und verblieb über 24 Stunden. Da er in dieser Zeit stabil war, wurde er gestern Abend auf eine internistische Allgemeinstation verlegt. Auf der Intensivstation wurde dem Herrn Sonnenschein ein ZVK gelegt um den Venendruck zu überprüfen. Weiterhin wurde eine Verweilkanüle gelegt, um bei Bedarf Medikamente und Infusion schnell anhängen zu können.

Herr Sonnenschein ist sehr aufgeregt diesen Morgen, weil er immer noch nicht verstehen kann, weshalb es gerade ihn getroffen hat. Der Arzt hat heute verordnet, dass man bei dem Herrn Sonnenschein mit leichter Mobilisation beginnen darf. Als Getränk kann Herr Sonnenschein Tee trinken. Essen ist ihm noch nicht erlaubt. Um einen Zweitinfarkt zu vermeiden erhält Herr Sonnenschein morgens und abends eine 500ml Infusion mit Heparin. Auch weiterhin darf sich Herr Sonnenschein nicht überanstrengen.

Die heutige Vitalzeichenkontrolle ergab:

  • Blutdruck: 100 / 60 mmHg
  • Temperatur: 38 C
  • Puls: 75