Diagnose bei Urinausscheidungsstörungen
körperliche Untersuchungen bei Urinausscheidungsstörungen
- Inspektion
- Palpation
- Rektale Untersuchung
- Untersuchung der äußeren Genitalorgane
- Messung der Körpertemperatur ( hohes Fieber und/oder Schüttelfrost = Zeichen einer akuten Infektion)
Labordiagnostik bei Urinausscheidungsstörungen
Organspezifische Parameter:
- Kreatinin : im Muskelstoffwechsel werden Kreatin und Kreatinphosphat zu Kreatinin metabolisiert, durch Filtration ausgeschieden
- Harnstoff: Endprodukt der Eiweiß- und Aminostoffwechsels n der Leber, Parameter zur Beurteilung der Nierenfunktion
- Harnsäure: Endprodukt des Purinstoffwechsels
- Elektrolyte: Natrium, Kalium, Calcium
- Hormone: renin, Angiotensin, Erythropoetin
- Tumormarker: AFP, ß-HCG, PLAP
Urinuntersuchungen:
- Mittelstrahlurin
- Punktionsurin
- Katheterurin
- 24h-Sammelurin
Urinsediment: Urin wird zentifugiert, Überstand wird abpipttiert, Bodensatz wird
aufgeschüttelt und mikroskopisch in Zählkammer betrachtet (Leukozyten,
Erythrozyten,Kristalle, Bakterien)
Mikrobiologische Untersuchungen:
Definierte Urinmenge auf einen Nährbodengeben und ein-zweitägige Bebrütung
Bestimmung der Keimart und Austestung der Empfindlichkeit gegenüber verschiedenen Antibiotika :
- empfindlich
- mäßig empfindlich
- resistent
Bildgebende Diagnostik bei Urinausscheidungsstörungen
- Sonographie (Ultraschall)
- Röntgen
- retrograde Untersuchungen ( entgegen des normalen Urinstroms
- Computertomographie (CT)
- Kernspintomographie (MRT)
- Nuklearmedizinische Untersuchungsverfahren
- Endoskopische Untersuchungen
- Urethrocystoskopie (Spiegelung der Blase)
- Ureterorenoskopie (Spiegelung der Harnleiter)
- Nephroskopie (Spiegelung der Nieren von außen)
- Urodynamische Untersuchungsverfahren