Aspirationsprophylaxe
Aspiration
Eine Aspiration ist das Eindringen von Fremdkörper und Flüssigkeiten in die Atemwege.
Gefährdete Patienten
- Pat. die längere Zeit nichts gegessen haben, oder intubiert worden sind.
- Pat. mit neurologischen Erkrankungen (Apoplex).
- Pat. mit Erkrankungen oder Verletzungen des Mund-Rachen-Raumes (Tumore, OPs)
- Erkrankungen der Speiseröhre (Achalasie, peptische Ösophagitis)
- Verwirte, alte Pat.
- Bewusstlose Pat.
- Flach im Bett liegende Pat.
- Pat. mit chronisch entzündlichen Erkrankungen des ZNS.
Folgen einer Aspiration
- Schädigung des Lungengewebes oder der Luftröhre
- Entzündung des Lungengewebes(Aspirationspneumonie)
- Verlegung der Luftröhre bis hin zum Erstickungstod.
- Tod infolge einer Pneumonie
Pflegemaßnahmen
- Größere Vorsicht bei Aspirationsgefährdete Pat. => Anwesend sein!
- Oberkörperhochlagerung, auch im Trinken.
- Pat. nicht hetzen, Zeit geben wie viel er braucht.
- bevorzugte Kostform: dickflüssige Nahrung
- Mundpflege nach jedem Essen
- bei Pat. mit einer hohen Aspirationsgefahr ein Absauggerät bereithalten.
Sofortmaßnahmen
- kräftiges Klopfen auf den Rücken (zwischen die Schulterblätter)
- Oberkörper nach vorne Beugen und versuchen das Aspirierte herauszuholen.
- Bei Misslingen der oberen Methoden, letzte Möglichkeit: Heimlich Handgriff
Heimlich Handgriff im stehen
- Pat. von hinten umfassen
- Eine Hand auf das Epigastrium
- Mehrere kräftige Druckstöße auf das Zwergfell ausüben
- Es kommt zu einer Druckerhöhung im Bronchialsystem und somit, im Idealfall, zu Auswurf des Fremdkörpers.
Heimlich Handgriff im liegen
- In Hüfthöhe über den Patienten knien.
- Die Faust mit Unterstützung der anderen Hand in den Epigastrium legen, kräftig und rasch in Richtung Zwergfell stoßen.
- Im Idealfall kommt es zum Auswurf des Fremdkörpers.
Aspirationsprophylaxe, Quelle: Pflege Heute, Thema: Aspirationsprophylaxe